Soziale Netzwerke, gefälschte Profile und Love-Scam
Bei sogenanntem Love-Scam oder Romance-Scam, so nennt man es eigentlich im englischsprachigen Raum häufiger, handelt es sich um eine Betrugsmasche. Dabei werden oftmals Singlebörsen genutzt, inzwischen vermehrt auch klassische soziale Netzwerke. Die Betrügenden versuchen dabei den Opfern eine Verliebtheit vorzugaukeln. Ziel der Betrugsmasche ist es im Normalfall sich vom Opfer eine finanzielle Zuwendung zu erschleichen. Anders als bei "Loverboys" kommt es aber beim Love-Scam normalerweise nicht zu einem persönlichen Treffen.
Kriminielle Banden und auch Einzeltäter
Beim Love-Scam sind sowohl kriminelle Banden als auch Einzeltäter am Werk. Diese sind sehr unterschiedlich aktiv, aber zusammenfassend kann man sagen, dass letztlich immer die große Liebe vorgetäuscht wird und eine Person dem Opfer in Österreich anbietet unbedingt hier her ziehen zu wollen um eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. Dabei entstehend dann vermeintliche Hindernisse oder Probleme, die finanzielle Kosten verursachen. Beispielsweise argumentiert der Täter gegenüber dem Opfer, dass vorab unbedingt ein Paket mit Wertsachen und Ausweisdokumenten hergeschickt werden müsse um diese Dinge in Sicherheit zu bringen. Da hier aber Gebühren für Zoll und dergleichen anfielen, benötige man vom Opfer per Überweisung eine Unterstützung um das zahlen zu können. (Nach dem Motto, sobald ich bei dir bin, bekommst du das Geld sowieso, ich möchte nur die Wertsachen nicht verkaufen, weil sie mir viel bedeuten).
Polizei-Nachrichten rund um Love-Scam
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Online-Werbung SalzburgLove-Scam-Betrug geklärt: 30-jähriger Mann ausgeforscht
Polizei Salzburg polizei.gv.at
(28.06.23) Internetermittlern des Kriminalreferats Salzburg gelang es nach umfassenden Ermittlungen einen 30-Jährigen von der Elfenbeinküste ausforschen, welcher dringend in Verdacht steht einer 43-jährigen Österreicherin gesamt 8.000, -- Euro betrügerisch herausgelockt zu haben. Der Beschuldigte nahm bereits im März 2023 über eine Social Media Plattform Kontakt zu seinem späteren Opfer auf. In wochenlangen Chats per Whatsapp, in denen sich der Täter als ein in Oberösterreich lebender Baumeister ausgab, täuschte der 30-Jährige zunächst Liebesgefühle vor und gab schließlich an in Dakar ein kleines Mädchen angefahren und schwer verletzt zu haben. Er würde nun 5.000, -- Euro für die Operation des kleinen Mädchens brauchen. Nachdem die 43-Jährige das Geld überwiesen hatte, forderte der Täter weitere 3.000, -- Euro für die Rückreise nach Österreich. Nach der zweiten Überweisung schöpfte die 43-Jährige Verdacht und erstattete Anzeige. Die Ermittler des Kriminalreferats Salzburg gelang es schließlich den Täter zu identifizieren und Kryptowährungen im Gesamtwert von über 5.000, -- Euro einzufrieren. Die weiteren Ermittlungen laufen.
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